Erzbergwerk EB - Teil 1

Gebildet hat sich dieses größte Eisenerzlager der Region durch hydrothermale Ausfällung. Während der variskischen Gebirgsbildung vor ca. 330 Millionen Jahren wurden die Erzlager steil aufgerichtet und strichen mit ihrem größten Eisengehalt von über 50% zu Tage aus.

Diese Tatsache begünstigte unseren Vorfahren schon vor über tausend Jahren  den Bergbau auf Eisen. In der Frühzeit dieses Bergbaues wurden die Erze oberflächennah in Tagebauen (hier genannt Pingen) und Schurfen bis in eine Teufe von 20 Metern abgebaut. Entlang der Täler und Flüsse entstanden zahlreiche Verhüttungsstätten - sogenannte Rennöfen- wie Schlackenfunde belegen.

Im 17./18. Jahrhundert erfolgte dann der Übergang zum Tiefbau.

Erste Schächte und Stollen wurden angelegt, diese erreichten bereits Teufen von 50 Metern.

In den 1930er Jahren begann die Fa. Mannesmann dann mit der Umwandlung des Bergbaues. Mehrere kleinere nebeneinander fördernde Gruben wurden zusammen gelegt und durch Strecken und Stollen miteinander verbunden.

Neue und leistungsfähige Schächte wurden abgeteuft, ein Zentralschacht entstand und die Grube wurde zum Großbetrieb ausgebaut.

Nachdem in den letzten Betriebsjahren der Weltmarktpreis für Eisenerz drastisch sank, wurde das Bergwerk trotz vorher getätigter Investitionen in Millionenhöhe 1972 stillgelegt.

Von den ehemals acht Sohlen waren zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch drei befahrbar. Ferner haben sich viele Teile der Technik und riesige Hohlräume des Erzabbaues erhalten, - nur die wenigsten Abbaue wurden versetzt.

Auch Strecken, Feuersetzörter , ein Schacht und eine Radstube samt hölzernem Rad aus der Frühzeit des Bergbaues sind erhalten geblieben.

 

Bei einigen Aufnahmen kamen zusätzlich Karbidlampen zum Einsatz, was einen rötlichen Farbton im Bild bewirkt.

 

 

Großes Bergwerk, viele Bilder.

 

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