Erzbergwerk SO - Teil 1

 

 

Dieses Eisenerzbergwerk war zuletzt ein Betriebsteil der im vorherigen Kapitel beschriebenen Grube SW.

Wie dort bereits erwähnt, liegen die Anfänge des Bergbaues auf Eisenstein, Blei, Kupfer und Vitriol im 17. Jahrhundert.

1829 Abteufen eines 40m tiefen Schachtes und Anlegen einer Stollensohle.

Wegen Wasserhaltungsschwierigkeiten wechselnder Betrieb bis 1873.

1905 wird das Erzlager - bezeichnet als Ostfeld - über einen Tagesstollen und mehrere Gesenke sowie einem Bremsberg (Schrägschacht) aufgeschlossen und wenig später die Erzförderung aufgenommen.

Von 1908 bis 1919 ruht der Abbau in diesem Betriebsteil, 1924 wird der Abbau in der gesamten Grube vorübergehend eingestellt.

Ab 1925 erneute Aufnahme der Erzgewinnung.

1929 Auffahrung der 850m langen Verbindungsstrecke auf dem Niveau der 150m Sohle der Grube SW sowie den 700 bzw. 630 Meter langen Westfeldstrecken auf der 100m - u. 50m Sohle und damit direkte Anbindung des Ostfeldes an den Hauptschacht der Grube SW.

1933 Auffahrung der 550m langen Verbindungsstrecke zur Grube V auf dem Niveau der 150m Sohle.

Zwischen 1931 und 1933 ruht der Betrieb erneut, danach Förderung bis April 1945.

Von 1951 bis 1968 stand dieser Betriebsteil ein letztesmal in Förderung, anschließend dienten die Baue nur noch der Bewetterung und als Fluchtweg für die Grube SW.

Erhalten haben sich der Bremsberg sowie Abbaue und Strecken auf drei Sohlen.

 

Achtung, siehe auch Kapitel "Letzter Schichtbucheintrag"!

Wasserlösungsstollen SLS, HDR, Bel. 38 sec., LED-Geleucht