Erzbergwerk AXT

 

Der Bergbau in diesem nördlichen Mittelgebirge unweit einer Region welche durch den Steinkohlebergbau geprägt wurde begann bereits vor dem 16. Jahrhundert.

Gebaut wurde auf Spateisenstein, Eisenerz, Blei-, Zink- u. Kupfererzen.

Der Betriebsbeginn der Grube AXT fällt in das Jahr 1483.

Zunächst wurden die zahlreichen oberflächennahen und teils zu Tage ausgehenden Erzgänge in offenen Gruben oder Trichterbauen ausgebeutet.

Mit Tiefergehen der Gruben hatten viele Bergwerke der damaligen Zeit mit Wasserhaltungsproblemen sowie auch einer mangelnden Bewetterung zu kämpfen.

Dies führte auch in diesem Revier immer wieder zu Betriebseinstellungen und längeren Unterbrechungen in der Förderung.

1876 ging man zum Tiefbau über, erste tief von den Seitentälern vorgetriebene Wasserlösungs- und Förderstollen entstanden.

Topografisch begünstigt konnten die Erzgänge über mehrere Stollensohlen aufgeschlossen werden.

Zwei Gruben verfügten ab 1920 auch über je einen Blindschacht von über 200m bzw. 420m Teufe.

Der Betrieb in der Grube AXT endete zu Beginn des 20. Jahrhunderts,

gefördert wurden Bleiglanz, Spateisenstein und geringfügig Kupfererze.

Mit Einstellung des Betriebes der letzten fördernden Grube 1963 endete auch in diesem Revier der jahrhunderte alte Bergbau.

Erhalten haben sich ein Förderstollen, Strossenbaue mit Strossenkästen sowie eine Zwischensohle und ein tonnlägiger Blindschacht.

Die ehemalige Tiefbausohle auf Talniveau ist abgedämmt und steht teils unter Wasser.