Erzbergwerk KDF

Bereits in der Bronzezeit wurden in dieser Region Erze verarbeitet, wie archäologische Funde bezeugen.

Gegenstand des seit dem 15. Jahrhundert urkundlich belegten Bergbaues waren Kupfererze, Eisenerz und silberhaltiges Fahlerz.

Das typisch gefärbte Eisenerz kam oberflächennah vor und konnte im anstehenden klüftigen Zechstein ohne Wasserhaltungsprobleme in Gruben mit geringer Teufe gewonnen werden.

Mit Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Abbau von Brauneisenerz, ab 1828 auch Spateisenstein immer bedeutsamer und der Bergbau wanderte in immer größere Teufen.

In den Eisenhütten der Umgebung, welche sich ab dem 15. Jahrhundert aufgrund des Holzreichtums und der reichlich vorhandenen Wasserkraft rund um diese Region angesiedelt hatten, wurde bevorzugt das phosphorarme Eisenerz von hier eingesetzt.

Unter preußischer Leitung entstand um 1840 eine Gewerkschaft, viele der nahe beisammenliegenden Einzelgruben wurden zusammengeführt und miteinander verbunden.

In den 1920er Jahren übernahm eine bayerische Gesellschaft die Gruben.

In den Jahren 1943-1945 wurden in Teile der untertägigen Grubenanlagen eine Rüstungsproduktion eingelagert.

In den 1960er Jahren legte man den Untertageabbau still.

Erhalten hat sich ein umfangreiches Streckensystem aus dem historischen Altbergbau sowie auch Stollen, Abbaue und Schächte aus den letzten Betriebsjahren.

 

Alle Bilder zu diesem Bergwerk sind digital mit Blitzlicht aufgenommen und bearbeitet.

 

In Trockenmauerung gesetzte Stöße einer Strecke in einem Abbau um 1920