Schieferbergwerk KG

1820 begann hier der Schieferabbau, anfangs in offenen Tagebrüchen und wenig später auch Untertage. Dieses Schieferbergwerk verfügte über sieben Sohlen.

Durch den unterirdischen Schieferabbau entstanden große, bis zu 40 Meter hohe Abbauhohlräume, dem sogenannten Thüringer Hohlbau.

Die Hauer saßen auf einem mit Ketten gesicherten Holzbrett an den steilen Wänden der Abbaue und trieben die Bohrlöcher für die Sprengladungen von Hand in den Fels.

Das nach dem Schießen angefallene Haufwerk wurde noch vor Ort vorsortiert, unbrauchbarer Schiefer wurde anfangs per Kipplore zur Halde nach Übertage geschoben und später auch in den Abbauen versetzt.

Der verwertbare Schiefer mußten ebenfalls per Muskelkraft auf speziellen Plattenwagen aus den durchschnittlich 400 Meter langen Förderstollen nach Übertage zur Spalthütte geschoben werden.

Im Jahre 1937 wurde der Schieferabbau eingestellt.

1943 - 1944 dienten die relativ trockenen Stollen und Hallen zur Einlagerung von Akten. Auch die Einlagerung einer Maschinenproduktion war zu jener Zeit geplant, zu dieser kam es aber vermutlich nicht mehr.

Erhalten haben sich Stollen und Strecken sowie große Abbauhohlräume auf mehreren Sohlen.

Ein Bremsberg verbinden drei dieser Sohlen, ein Wetterschacht von der siebten zur fünften Sohle ist ebenfalls überkommen.

Die erste und unterste Sohle ist wie auch der anbindende Haspelberg abgesoffen.

Blick in die Tiefe