Schieferbergwerk RUG

Der Schieferbergbau ist hier seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert urkundlich belegt.

Zunächst in Tagebrüchen, ab 1830 auch Untertage wurde anfangs Dach,- Wand- und Tafelschiefer gewonnen.

Die Grube vereint drei bis in die 1920er Jahre ehemals unabhängige und einzeln geführte Betriebe, dies waren die Gruben B, MB und HB.

Schon zu diesen Zeiten wurden aus technischen Gründen - wie etwa einer verbesserten Bewetterung oder einer vereinfachten Förderung - Teile der Einzelbetriebe über Strecken, Überhauen und Bremsberge miteinander verbunden.

Gewonnen wurde der Schiefer mittels Bohr- und Schießarbeit, die reichlich anfallenden Berge blieben teils als Versatz in den Abbauen und bildeten die Arbeitssohlen.

In den 1930er Jahren folgte der Zusammenschluß der Einzelbetriebe unter dem Namen Schiefergrube RUG.

Von 1942 - 1945 wurden in der Grube wichtige Produktionen eingelagert, die einhergehende Schiefergewinnung wurde stark eingeschränkt und kam im April 1945 in Folge von Kriegseinwirkungen völlig zum Erliegen.

1950 wurden Teile der Grube aufgewältigt und tiefere Baue gesümpft, die Schiefergewinnung wieder aufgenommen und in den folgenden Jahren die Produktion auf die Herstellung von Blähschiefer und Schiefersplitt umgestellt, hierzu entstanden umfangreiche neue Fabrikanlagen im Talgrund.

Desweiteren wurde auch der Betrieb im Tagebau verstärkt.

Nach einigen hohen Investitionen und der Auffahrung und Inbetriebnahme einer Tiefbausohle in den 1990er Jahren wurde der Untertagebetrieb im Jahre 2001 überaschend eingestellt. Fast 40 Mitarbeiter verloren in der ohnehin strukturschwachen Region ihren teils langjährigen Arbeitsplatz.

Seither wird das Schiefermaterial ausschließlich im Tagebau gewonnen.

Von den Untertageanlagen haben sich unter anderem mehrere Sohlen, Schrägschächte, Bremsberge, Werkstätten sowie viele Abbaue erhalten.

 

Ein erster Teil des Befahrungsvideos:

Schieferbergwerk RUG

 

 

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