Schieferbergwerk BS

Der Beginn des Bergbaues in diesem Mittelgebirge verliert sich im Mittelalter, gefördert wurden Eisenerze, Schwerspat, Alaun, Vitriol und in geringerem Unfang auch Gold.

Der Beginn des Schieferabbaues setzte Mitte des 18. Jahrhunderts ein,

zunächst in offenen Brüchen.

1935 wurden zwei Stollen und erste Abbauhohlräume aufgefahren, ein übertägiger Bremsberg (Schrägaufzug) zwischen der tief im Tal gelegenen Strasse und der Grube entstand.

Abgebaut wurde anfangs im Thüringer Hohlbauverfahren.

1937 wurde ein dritter, der Wetterführung und als Notfahrung dienender Stollen aufgefahren.

Ab 1943 ruhte die Schiefergewinnung.

1944 - 1945 Einlagerung einer Torpedofertigung der Firma

Transavia K.G., Lauenburg/Pommern, ob es zu einer Produktion kam ist nicht gewiss.

In dieser Zeit wurde auch ein kurzer Stollen von einem der Hohlbaue in einen darüber liegenden Tagebau aufgefahren.

Die der U-verlagerung dienenden Baue und letztgenannter Stollen wurden 1946 von den Russischen Streitkräften gesprengt.

Kurze Zeit danach wurde der Schieferbergbau wieder aufgenommen.

Die Produktion konzentrierte sich nun auf die Herstellung von Schiefermehl und Schiefersplitt, eine Schiefermühle entstand.

Das Abbauverfahren wurde auf den Rheinischen Hohlbau umgestellt.

1969 wird das Bergwerk aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt.

Im Jahre 1993 wurden die verbliebenen Tagesanlagen renoviert und eine Naturschutzstation eingerichtet.

Das Grubengebäude ist verschlossen und dient u. a. seltenen

Fledermausarten als Rückzugsort.

 

Dem Naturschutzverein vielen Dank für die aufschlussreiche Befahrung !

 

Video Schieferbergwerk BS