Flußspatgrube Cäcilia

Etwa 2,5 km nordwestlich von Stulln, am westlichen Rand des Wölsendorfer Flußspatrevieres, bestand die Grube Cäcilia.

In den 1950er Jahren war die Grube mit einer Tagesfördermenge von 120 Tonnen Spat das größte Flußspatbergwerk der Welt.

1933 wurden die beiden Kleinbergwerke Reichart und Hochscheidt zur Grube Cäcilia vereinigt und ein neuer Schacht abgeteuft.

Er erreichte eine Teufe von 180 Metern. Über einen Blindschacht wurde die 290m Sohle aufgefahren und später im Unterwerksbau noch die 320m Sohle.

Über dem Schacht stand ein für dieses Revier typischer Holzförderturm.

Anfang der 1940er Jahre kam eine eigene Spataufbereitung hinzu.

1973 wurde die Förderung wegen Erschöpfung der Lagerstätte eingestellt.

Der Schacht und das südliche Seilfahrttrum blieben bis 1987 als Wasserhaltungsschacht bis zur 180m Sohle für die benachbarte Grube Hermine offen.

Nach deren Stilllegung wurde der hölzerne Förderturm abgerissen und der Schacht verplombt.

Von der einst großen Bausubstanz auf dem weitläufigen Areal zeugen heute (2012) nur noch der Aufbereitungsturm, das Büro/Maschinenhaus sowie ein langgezogenes Werkstatt/Garagengebäude.

Auch diese Gebäude werden bald der Vergangenheit angehören.

 

Daten ergänzt und entnommen aus:

http://www.berthold-weber.de/w_caec.htm

 

Eine ausführliche Beschreibung zum Wölsendorfer Flußspatrevier findet ihr unter:

http://www.mineralienatlas.de/?l=306

 

Das Fördermaschinenhaus und der hölzerne Förderturm 1985
Das Fördermaschinenhaus 2012
Detailansicht Förderturm 1985, im Hintergrund der Aufbereitungsturm
Der Aufbereitungsturm und die Schachtplombe, 2012
Fördermaschinenhaus, 2012
Die noch vorhandene Fördermaschine, 2012
Rechts die Rückseite des Fördermaschinengebäudes mit Traforäumen, hinten der Garagen - u. Werkstatttrakt, 1989
Spatbunker mit Verladeeinrichtung, 1989
Rohspatbunker unter der Hängebank und Aufbereitung, 1989
links Aufbereitung, rechts Spatlager, 1989
Blick vom Aufbereitungsturm auf das Fördermaschinenhaus. Der hölzerne Förderturm ist bereits abgebrochen, der Schacht (Kreuz) abgedeckt. Ein kleiner Zirkus hat sein Winterquartier eingerichtet. Aufnahme 1989
Blick vom Aufbereitungsturm auf den Kauentrakt, Küche und Kantine, 1989
Der abgedeckte Wetterschacht der Grube Cäcilia am Westhang des Nebelberges
Der traurige Rest des einst größten Flußspatbergwerkes der Welt, 2012
Skizze Gebäudeanordnung Flußspatgrube Cäcilia. Die Skizze ist nicht maßstäblich und dient lediglich der Übersicht über den damaligen Standort. Oben links die Gebäude des heutigen Besucherbergwerkes Reichhartschacht. Im Kreis der Schacht Cäcilia.