Flußspatgrube Erna/Anna und Zentralaufbereitung

Unter dem Namen Erna-Anna baute die Grube nach der Zusammenführung einiger kleinerer Flußspatgruben ab 1940.

Die Grube befand sich ca. 1,5km nordöstlich von Stulln und somit im Zentrum des Wölsendorfer Flußspatrevieres.

Nach Errichten des hölzernen Förderturmes und dem Abteufen des Schachtes bis in 160 Meter Tiefe wurde auf 4 Sohlen abgebaut und gefördert.

Vom Förderturm führte die Grubenbahn auf Höhe der Hängebank über eine geschlossene Holzbrücke zum Waldhang und über eine Strecke von 300m am Stichgleis des Bunkerstollens vorbei und über eine weitere, längere Brücke zur Aufbereitung.

Der Bunker wurde über einen 20m höher liegenden von LKW befahrbahren Trichter beschickt, dann das zuletzt von der Grube Hermine stammende Fördergut über den Bunkerstollen zur Aufbereitung abgezogen.

1973 wurde das Bergwerk aufgrund der zur Teufe hin unwirtschaftlichen Spatmittel stillgelegt.

Auf dem Gelände des Bergwerkes befindet sich auch die 1940 errichtete Zentralaufbereitung.

Mit Stilllegung der Grube Hermine 1987 als letzte fördernde Grube* wurde auch die Aufbereitung geschlossen.

Erhalten haben sich bis heute (2012) der massige Baukörper der Aufbereitung, die seitlich angeordneten Rundeindicker sowie das Fördermaschinenhaus des Ernaschachtes.

Auch die Feldbahngleise am Waldhang lagen noch, wenn auch stark überwachsen.

Das Gelände befindet sich in Privatbesitz, Betreten verboten.

 

* Mit Schließung der Grube Hermine wurde auch das wohl kleinste Flußspatbergwerk Deutschlands - die Grube Helene (vulg. "Freitag") stillgelegt.

Das Ehepaar Freitag baute auf dem Grund eines alten Steinbruches bei Brudersdorf über einen Schrägschacht mit Haspelförderung in 15m und 22m Teufe Spat ab.

Das geringe Fördergut wurde dem der Grube Hermine beigegeben.

 

Bilder aufgenommen 1987

 

Daten entnommen aus.

http://www.berthold-weber.de/w_erna.htm

 

Eine sehr ausführliche Beschreibung zum Wölsendorfer Flußspatrevier gibt es hier:

http://www.mineralienatlas.de/?l=306

 

Der hölzerne Förderturm
Schachttore auf der Hängebank
Förderwagenrolle auf der Hängebank
Blick vom Förderturm auf die Aufbereitung und Brücke zum Spatbunker
Der 2009 abgerissene hölzerne Förderturm mit Fördermaschinenhaus. Die Hängebankbrücke viel bereits 2005 einem Sturm zum Opfer, sie stand links zum Waldhang.
Zentralaufbereitung mit Brücke zum Spatbunker. Die Brücke wurde 2012 abgebrochen.
Rundeindicker an der Zentralaufbereitung
Stollenmundloch des Bunkerstollens
Blick aus dem Spatbunkerstollen
Im Spatbunkerstollen, heute verfüllt und nicht mehr befahrbar.